Start Linux Das Betriebssystem GNU/Linux
Das Betriebssystem GNU/Linux
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Geschrieben von: Sven Klingen   
Sonntag, den 24. Januar 2010 um 08:43 Uhr

Das System

 

Das Betriebssystem kann man sich (vereinfacht gesagt) vorstellen, wie einen Legobaukasten. Es gibt verschiedene Bausteine, die man aufeinander setzen kann um das System seinen Wünschen anzupassen. Dies wird als modularer Aufbau bezeichnet.

In der absoluten Minimalkonfiguration benötigt ein solches Betriebssystem folgende Komponenten:

- Den "Kernel"

- Das sogenannte "Root-Dateisystem"

Das reicht freilich noch nicht aus um etwas sinnvolles zu tun, ist jedoch das absolute Minimum das benötigt wird, um das System anschließend zu erweitern.

Die Definition von Kernel

Das Herz des Betriebssystems ist zuständig für:

  • Schnittstelle zu Anwenderprogrammen (Starten, Beenden, Ein-/Ausgabe, Speicherzugriff)
  • Kontrolle des Zugriffs auf Prozessor, Geräte, Speicher (Scheduler, Gerätetreiber, Speicherschutz). Möglichst alleiniger Zugriff des Kernels auf diese Ressourcen.
  • Verteilung der Ressourcen, etwa der Prozessorzeit(en) (bzw. der Prozessoren) auf die Anwenderprogramme
  • Strukturierung der Ressourcen, etwa Abbildung von Dateisystemen auf blockorientierte Geräte wie Festplatten, Netzwerkprotokollstapel auf Netzwerkkarten.
  • Auflösung von Zugriffskonflikten, etwa Verriegelung bei Mehrprozessorsystemen, Warteschlangen bei knappen Ressourcen
  • Virtualisierung der Ressourcen (Prozessor: Prozesse, Festplatte: Dateien, Netzwerkkarte: z. B. Sockets, Speicher: virtueller Speicher, Geräte: Spezialdateien)
  • Überwachung von Zugriffsrechten auf Dateien und Geräte bei Mehrbenutzersystemen

    genaue Definition kann hier nachgelesen werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernel


  • Das Root-Dateisystem

    Im Wurzelverzeichnis müssen entsprechende Dateien (z.B. der Bootloader, Diagnosetools, Wiederherstellungstools) enthalten sein, die es einem Administrator ermöglichen, das System zu booten, es wiederherzustellen, es zu retten und/oder es zu reparieren. Es ist sinnvoll, das Wurzelverzeichnis so klein wie möglich zu halten, da es auch auf sehr kleinen Datenträgern beheimatet sein kann.

    genaue Definition kann hier nachgelesen werden:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Filesystem_Hierarchy_Standard#Das_Root-Dateisystem_.28.2F.29

     

    Alles weitere, wie z. B. eine Kommandozeile, eine grafische Oberfläche, oder auch die einfachen Dinge des Lebens für normale Dateioperationen, wie erstellen, editiern, verschieben, kopieren, umbenennen, sind zusätzliche eigenständige Programme oder um bei der gleichen Bezeichnung zu bleiben "Module".

     

    Selflinux ist ein guter Start um sich einen Überblick zu verschaffen und ebenso als ein hervorragendes Nachschlagewerk zu gebrauchen.
     

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